Mein Praktikumsbericht zum Erlebnispädagogik Praktikum

Hallo ihr Lieben! Ich darf euch heute mal von meinem wunderschönen Praktikum bei N.E.W. erzählen. Mit diesem Praktikumsbericht zur Erlebnispädagogik möchte ich euch einen Eindruck von dem vermitteln, was ich in meinem dreimonatigen Praktikum hier alles erlebt und gelernt habe. Vorneweg möchte ich euch kurz etwas zu mir erzählen. Und dem Weg, der mich zu N.E.W. geführt hat.

Ich bin Marcel, mittlerweile 26 Jahre alt, und ein großer Naturliebhaber. In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich meine Liebe zur Natur mit meinem späteren Job verbinden könnte. Nur ist mir leider nie etwas Gutes dazu eingefallen.

Ich hatte mich schon mehr oder weniger damit abgefunden, keinen Job zu finden, der die Arbeit mit Menschen und der Natur verbindet. Doch als das Ende meines Studiums vor der Tür stand, musste ich Wohl oder Übel auf Jobsuche gehen.

Durch glückliche Fügung und einen Tipp meiner Freundin, habe ich dabei die Erlebnispädagogik entdeckt. Ich war sofort begeistert! Ein Job, bei dem ich sowohl viel in der Natur (auch noch mitten im Schwarzwald!) sein durfte. Und gleichzeitig mit Menschen jeglichen Alters persönlichkeitsfördernde Aktivitäten unternehmen konnte. Kaum zu glauben! Das war genau das Richtige für mich!

Marcel ist erlebnispädagogischer Praktikant bei N.E.W.

Marcel

Ehemaliger Prakti bei N.E.W.

In diesem Artikel erfährst du mehr über das Praktikum in der Erlebnispädagogik

Wie alles begann…

Nach einer enthusiastischen Bewerbungsmail an N.E.W. bekam ich super schnell den Anruf, dass ich dort gerne als Prakti anfangen kann. N.E.W. waren mir direkt sympathisch. Sie verlangten keine Zeugnisberge oder ein persönliches und außergewöhnliches Anschreiben. Auf einen sehr spontanen und stressigen Umzug nach Freiburg, folgte am Montagmorgen direkt die erste erlebnispädagogische Fahrt. Was für ein Anfang!

Ich war schon mega aufgeregt. Bisher hatte ich noch nie mit Kindern zusammengearbeitet. Auch hatte ich keine pädagogischen Kenntnisse. Generell wusste ich nichts über Erlebnispädagogik. Zum Glück habe ich noch vor Beginn meines Praktikums gelesen, dass ich mich als Praktikant bei N.E.W. genauso viel einbringen kann, wie ich möchte. Insbesondere, dass ich als Praktikant auf den Fahrten keine Verantwortung trage, beruhigte mich.

Das haben mir auch die beiden Trainer (so werden die Erlebnispädagogen *innen N.E.W.-intern genannt) bestätigt, mit denen ich auf die Freizeit gefahren bin. Ich sollte einfach dort mitmachen, wo ich möchte. Das hat mir persönlich ermöglicht, mich auch ohne Vorkenntnisse einfach auf die Freizeit und die Kinder einzulassen. Außerdem konnte ich die ganze Erfahrung dadurch noch mehr genießen.

Der erste Kontakt mit der Erlebnispädagogik

Ich hatte keine pädagogische Ausbildung oder sonstige Vorerfahrungen. Daher war es besonders schön, in meinem Praktikum in der Erlebnispädagogik bei N.E.W. ganz simpel und voraussetzungslos Erfahrungen im pädagogischen Bereich sammeln zu können. Auf der Freizeit habe ich direkt sehr viel über den Beruf des Erlebnispädagogen *in bei N.E.W. lernen und auch selbst ausprobieren können.

Beispielsweise war ich auf den Fahrten häufig von Montagmorgen bis Freitagnachmittag auf Hütten mitten im Schwarzwald untergebracht. Ich habe es auf meinen Fahrten immer sehr genossen, so nah an der Natur zu sein. Ich musste einfach nur vor die Haustür gehen, um mich wie im Urlaub fühlen zu können. Allerdings kommt man in dieser Zeit auch nicht nach Hause. Ich war daher von morgens bis abends mit den Teilnehmern *innen beschäftigt. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Es kann allerdings auch durchaus anstrengend sein.

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Bei N.E.W. sind die Teilnehmer *innen meistens Kinder in jeglichem Alter. Das liegt daran, dass viele der angebotenen Fahrt entweder Schullandheime für Schulklassen oder Ferienfreizeiten für Kinder sind. Also sollte man sich auf jeden Fall auf Kinder unterschiedlichsten Alters einlassen können. Ich habe beispielsweise mit Kindern von 8-16 Jahren zusammengearbeitet. Aber auch ein Teamtraining für Erwachsene mitbegleiten dürfen.

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Die Arbeit als Praktikant

Auf meiner ersten Fahrt waren die Kinder sogar nur 8-11 Jahre alt. Teilweise noch richtig anhänglich, auf eine süße Art und Weise. Wir haben das volle Programm aufgefahren und sind mit den Kindern Bogenschießen gewesen, auf Bäume geklettert und haben natürlich abends am Lagerfeuer Werwolf gespielt.

Auf der Fahrt hat mich besonders beeindruckt, wie eigenständig manche Kinder mit 8 Jahren schon sein können. Eine Gruppe von drei Kindern hat beispielsweise ganz alleine Pfannkuchenteig vorbereitet und die Pfannkuchen über dem Lagerfeuer gebacken. Man durfte sogar noch Bestellungen mit Extrawünschen aufgeben, die auf einer Warteliste notiert wurden. Die fertigen Pfannkuchen hat man dann persönlich vorbeigebracht bekommen.

So fühlt sich das Ganze dann auch eher wie Urlaub an, nicht wie Arbeit. Die Verabschiedung nach der gemeinsamen Woche ist uns allen dann echt schwergefallen. Das hat mir gezeigt, wie lieb ich die Kinder in den wenigen Tagen gewonnen habe und was für schöne Erfahrungen wir gemeinsam als Gruppe erlebt haben.

Die nächste Woche habe ich im Büro verbracht. Dort habe ich erstmal das Büroteam in Freiburg kennengelernt. Schnell habe ich gemerkt, wie meine anfängliche Aufregung sich ganz von alleine gelegt hat. Im Büro herrscht nämlich so eine entspannte und umgängliche Atmosphäre. Das hat mir direkt aufgezeigt, dass ich im richtigen Bereich gelandet bin.

Bei N.E.W. duzen sich alle Mitarbeiter *innen. Sogar die Chefs! Das und die Tatsache, dass alle gemeinsam in einem großen, schönen Büro arbeiten, erzeugt flache Hierarchien. Außerdem erleichtert es die Kommunikation. Für mich hat das insbesondere den Einstieg ins Praktikum erleichtert. Und es hat mir gezeigt, dass hier andere gleichgesinnte Personen sitzen. Keiner hält etwas davon, die anderen Kollegen *innen künstlich mit einem „Sie“ auf Abstand zu halten.

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Theorie und Praxis

Praxis statt Langeweile

Noch am ersten Tag konnte ich zusammen mit Marianne (unserem Organisationsgenie und Ansprechpartnerin in allen Fragen) meine Fahrten für die nächsten Monate planen. Darüber habe ich mich natürlich besonders gefreut, da ich das Praktikum hauptsächlich gemacht habe, um Erfahrung in der Erlebnispädagogik zu sammeln.

Mir wurde erklärt, dass ein Monat im Praktikum in der Erlebnispädagogik bei N.E.W. meist aus einer Woche im Büro, einer Woche Urlaub und zwei Wochen auf Fahrt besteht. So hatte ich Zeit, nach den Fahrten auch mal runterzukommen. Außerdem lernte ich auch die Arbeit kennen, die immer im Hintergrund läuft und dafür sorgt, dass die Fahrten überhaupt umgesetzt werden können.

In meiner Zeit im Büro habe ich das Lager in- und auswendig kennengelernt. Das lag daran, dass wir eine große Inventur gemacht haben. So hatte ich alles Material einmal in der Hand. Und es gibt wirklich viel Material. Von Klettergurten und -helmen über Unmengen an Gewürzen und Spielen. Für jede Aktion wird etwas Anderes benötigt. Zum Bogenschießen zum Beispiel Bögen, Pfeile und eine Zielscheibe, für den Fackelbau wiederum brauchen wir Jute und Wachs. Indem ich das Material kennengelernt habe, konnte ich mich auf eine ganz andere Art und Weise auf die Fahrten vorbereiten.

Aber in meiner Zeit im Büro habe ich auch Texte für die Website (wie diesen hier) schreiben können und die Essensvorräte für die nächsten Fahrten zusammengestellt. Es gibt immer tausend verschiedene Dinge zu tun. Meistens gibt es noch etwas, was einem mehr Spaß macht, wenn eine Aufgabe gerade nicht so interessant ist. Und falls nicht, dann konnte ich immerhin die Gesellschaft der tollen Mitarbeiter *innen und Praktis hier genießen.

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In Kinder sind Helden

Kinder sind die wahren Helden

Während meines Praktikums habe ich aber deutlich mehr Zeit auf Fahrten im Schwarzwald verbracht, als im Büro. Und insbesondere über Pädagogik konnte ich da so einiges lernen.

Nach meiner Zeit des Praktikum in der Erlebnispädagogik bin ich beispielsweise ein absoluter Fan davon, Kindern etwas zuzutrauen. Auf meiner ersten Fahrt hatte ich noch viel Angst, als die Trainer *innen den Kindern die Werkzeuge aus unserer Werkzeugkiste in die Hand gedrückt haben. Da liefen plötzlich einige Kinder mit Beilen und Sägen durch die Gegend. Andere schnitzten mit scharfen Schnitzmessern Äste zurecht. Meine Eltern wären entsetzt gewesen! Aber nachdem mir von den Trainern *innen versichert wurde, dass wir zwar gut aufpassen müssten, aber die Kinder das schon schaffen, konnte ich halbwegs beruhigt zusehen. Ich war erstaunt, wie problemlos das Ganze dann ablief.

Auch beim Kochen verblüffte mich immer wieder, wie kreativ und hilfsbereit Kinder sein können, wenn man sie nur lässt. Viele Kinder haben direkt gemerkt, dass sie bei uns anders behandelt werden als normalerweise. Dadurch haben sie die Chance ergriffen, über sich selbst hinauszuwachsen. Sie trauten sich zum Beispiel selbst mehr zu. Diesen Prozess ermöglichen zu können und zu unterstützen. Das hat mich unglaublich gefreut.

Abends bin ich auf den Fahrten immer erschöpft ins Bett gefallen. Dennoch hat bei mir immer die Freude an der Arbeit und der Gemeinschaft mit den anderen Trainern *innen überwogen. Das hat mich letztlich auch davon überzeugt, jetzt die Ausbildung zum Erlebnispädagogen zu machen. Da ich die Arbeit super wertvoll finde, sowohl für die Teilnehmer*innen als auch für mich selbst.

Während meines Praktikums konnte ich also richtig viel über Erlebnispädagogik und letztendlich auch über mich selbst lernen. Ich freue mich schon, weiterhin als Erlebnispädagoge dazuzulernen. Und auch meine Freude an der Erlebnispädagogik mit allen Teilnehmer*innen zu teilen.

Outdoor alleine

Dein Praktikum in der Erlebnispädagogik?

Wenn Du jetzt denkst:

„Ey das wär für mich auch genau das Richtige!“

dann kannst Du Dich jederzeit hier bei N.E.W. auf ein Praktikum bewerben.

Vielleicht machst Du dann bald die gleichen Erfahrungen (oder ganz andere 🙂 ).

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